Große musikalische Bandbreite, starke Solisten und ein begeistertes Publikum
Ein musikalisches Ereignis der besonderen Art durften die Besucher am Sonntag, 1. Juni 2025, in der Stadtallendorfer Stadthalle erleben: Das Jubiläumskonzert der Evangelischen Sing- und Musikschule war nicht nur bestens besucht, sondern bot auch ein Programm, das in seiner Vielfalt, Qualität und Atmosphäre weit über den Rahmen eines Schülervorspiels hinausging. Viele Besucher sprachen von einem echten Höhepunkt der diesjährigen Kunst- und Kulturtage.
Schon beim Betreten wurde deutlich: Die Stadthalle war hervorragend für das Konzert vorbereitet und bot den perfekten Rahmen für ein ebenso vielseitiges wie hochklassiges Musikprogramm. Ein erstmals angebotenes Kaffee- und Kuchenbuffet lud in der Pause zum Verweilen und Austauschen ein – eine Bereicherung, die sehr positiv aufgenommen wurde und hoffentlich zur festen Tradition wird.
Auf der Bühne standen Musiker jeden Alters – von den Jüngsten der musikalischen Früherziehung unter der Leitung von Elina Barzakova bis hin zu fortgeschrittenen Solisten, die teilweise seit Jahren an der Musikschule unterrichtet werden. Sie kamen nicht nur aus Stadtallendorf selbst, sondern auch aus zahlreichen umliegenden Gemeinden. Verbunden sind sie durch ihre Ausbildung an der Evangelischen Sing- und Musikschule – und durch ihre Begeisterung für die Musik.

Das Programm war ein Querschnitt durch Epochen und Stile: Klassik, Romantik, Ragtime, moderne Popsongs und sogar Rock- und Metal-Klassiker. Ob Solobeiträge, Duette, Ensemblebeiträge oder der Gitarrenchor – jedes Stück war sorgfältig vorbereitet und zeugte vom hohen Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Lehrkräfte.
Unter den vielen eindrucksvollen Darbietungen ragten einige besonders heraus: Simon Zugck begeisterte das Publikum mit einer virtuosen Interpretation des Maple Leaf Rag von Scott Joplin am Klavier. Ein weiterer Gänsehautmoment war das intensive Schlagzeugsolo von Elias Jahn – ein Besucher kommentierte beeindruckt: „Ich gehe auf Konzerte und bezahle viel Geld, um so etwas zu sehen. Hier bekomme ich das Gleiche kostenlos geboten.“
Auch Tobias Schmitt überzeugte mit einer gefühlvollen Darbietung von Biscaya auf dem Akkordeon und bewies damit, wie vielseitig und klangvoll dieses oft unterschätzte Instrument sein kann. Gesangseinlagen wie die solistische Darbietung von Anne Mohr sowie Clara Krüger als Sängerin in der Musikschulband unter der Leitung von Robert Biletic rundeten gemeinsam mit den Ensemblebeiträgen das abwechslungsreiche Konzert ab und machten deutlich: Musik verbindet.
